Wer betrunken ist oder mit Alkohol im Blut am Steuer sitzt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Nicht selten werden Fußgänger, Radfahrer und Kinder unschuldig in schwerwiegende Unfälle verwickelt und lebensgefährlich verletzt. Folgen sind ein mehrmonatiges Fahrverbot, hohe Bußgeldbescheide und Punkte in der Verkehrssünderdatei des Fahrers.
In schlimmen Fällen droht der Führerscheinentzug. Eine erneute Prüfung ist dann nur durch eine MPU und psychologische Tests möglich, welche teuer und langwierig sind. Umgangssprachlich wird diese Maßnahme auch als „Idioten Test“ bezeichnet.

Je nach Promillehöhe drohen dem Fahrzeugführer ein auferlegtes Fahrverbot über mehrere Monate oder der vollständige Entzug des Führerscheins.


Promille – Grenzen


Ab 0,3 Promille im Blut – liegt noch keine Straftat vor, aber es droht der Verlust des Führerscheins, wenn der Fahrer einen Unfall verursacht oder bei Kontrollen auffällt. Beim Schlangenlinien fahren erwischt wird, sehr riskant überholt, eine rote Ampel übersieht oder durch zu dichtes Auffahren andere Fahrzeugführer gefährdet.
Die Konsequenz sind sieben Punkte, eine hohe Geldstrafe sowie Führerscheinentzug bis zu sechs Monaten.

Ab 0,5 bis 1,09 Promille im Blut – handelt es sich um  eine Ordnungswidrigkeit, man wird dafür bestraft, selbst wenn die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt und der Fahrer in keinen Unfall verwickelt ist. Wird er das erste Mal erwischt, drohen 500 Euro Geldstrafe sowie zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein Monat Fahrverbot. Wiederholt auffällig erhöht sich die Geldstrafe auf 1000 Euro und acht Wochen Führerscheinentzug. Beim 3. Mal muss der Fahrzeugführer ein Lehrgeld in Höhe von 1500 Euro zahlen und mit mehreren Monaten Führerscheinentzug rechnen.

Ab 1,1 Promille im Blut – ist man nicht mehr fahrtüchtig und eine enorme Gefahr auf der Straße gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Wer diese Promillegrenze erreicht hat, fährt betrunken am Steuer und handelt rücksichtslos gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Folge sind sehr hohe Geldbußen, sowie Haftstrafen bis zu einem Jahr, sieben Punkte in der Verkehrssünderdatei und Führerscheinentzug von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Ab 1,6 Promille im Blut – ist der Führerschein für immer weg. Nur durch eine MPU und regelmäßige, psychologische Tests mit positivem Ergebnis ist es möglich, den Führerschein erneut zu beantragen. Abgesehen davon, gehört schon ein bisschen Übung dazu, um überhaupt einen Wert von 1,6 zu erreichen und aufrecht hinterm Lenkrad sitzen zu können. Oft sind häufiger bis chronischer Alkoholkonsum krankhafte Ursachen.

Fazit
Wer Alkohol im Blut hat, sollte laufen statt fahren. Bereits ein bis zwei Bier reichen aus, um die Konzentration und das Urteilsvermögen im Straßenverkehr zu mindern und unvorsichtig zu fahren. Auch der berühmte Restalkohol darf nicht unterschätzt werden, denn nur 0,1 Promille kann vom Körper innerhalb einer Stunde abgebaut werden.

Aufgepasst, die GFL Fahrschulen in Berlin, Steglitz, Spandau, Zehlendorf weisen darauf hin, dass ebenso bei Radfahreren die Promille Grenzen gelten. Sie können parallel wie Fahrzeugführer belangt und zu obigen Strafen verurteilt werden.

Alkohol ist heute die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Harte Strafen, teils mit Freiheitsentzug je nach Strafmaß, hohe Geldbusen sowie Punkte im Verkehrszentralregister sind durch den Gesetzgeber strikt festgelegt, damit Wiederholungstätern nahe gebracht wird, sich künftig an die Regeln im Straßenverkehr zu halten.